Völlig schutzlos

Neulich habe ich einen Artikel gelesen, der über die gravierenden Übersetzungsfehler in der deutschen Fassung von Steve Jobs Biografie berichtete. Da hieß es, dass zum Beispiel das englische silicon (Silizium) mit „Silikon“ übersetzt wurde – ein allzu häufiger Fehler, über den Bastian Sick bereits im August 2005 in seiner herrlichen Kolumne schrieb – und aus einem unter dem Stuhl einer Schullehrerin von Steve Jobs angebrachten Silvesterknaller gar „Sprengstoff“ wurde.

Den Anstoß, einmal mehr über solche miserablen Übersetzungsleistungen zu kommunizieren, gab wohl der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) in Sachsen mit seiner Pressemeldung vom 9. Januar dieses Jahres. Der Pressesprecher des BDÜ-Regionalverbands Sachsen und Diplom-Übersetzer Alexander Heyne prangert darin zu Recht den vermutlich hohen Zeitdruck, der die „zügige“ Fertigstellung der deutschen Fassung des Werks forcierte, und die dadurch entstandene Verteilung auf sechs Übersetzer – ein Wahnsinn – an.

Was mir dazu spontan so einfällt: „Völlig schutzlos“ weiterlesen

Was schreibt man bloß…


beim Start eines neuen Blogs? „Hallo, hier bin ich…“? Quatsch!
Oder „Das ist ein neuer Blog“? Doppelquatsch: sieht ja jeder.
Und überhaupt: Heißt es der oder das Blog?
Unwichtig, meint Ihr? Für mich als grammatikliebende Sprachwissenschaftlerin ist das schon wichtig. Ich entscheide mich hier ein für allemal für das Neutrum.

Auf jeden Fall freue ich mich auf und über mein neues Blog und möchte zunächst ganz feierlich und ernsthaft demjenigen danken, der mir bei der Technik geholfen hat (www.kress.net).

Mein Ziel: Schreiben – über alles, was mir ein- und auffällt und wichtig genug erscheint (aber ein Tagebuch im Sinne des „Weblog“ wird das hier nicht). Und ich bin schon jetzt gespannt auf Eure Kommentare, Anregungen, Kritik und Erfahrungen und freue mich auf den Dialog. So gesehen könnte mein Blog zum „Diablog“© werden – das klingt ein wenig wie die teuflische Diashow… – oder zum „Diblog“© (da füge ich doch gleich ein Copyright-Zeichen ein, man weiß ja nie, ob das der neue Trendbegriff wird).

Kurz und gut, es geht los. Auf ganz bald und viele Grüße.