Das Ausrufezeichen in der französischen Sprache

Über das von Deutschen offensichtlich so heiß geliebte Ausrufezeichen und seine inflationär wachsende Verwendung in der deutschen Sprache brauche ich hier nicht mehr einzugehen: Hierzu empfehle ich den exzellenten Beitrag von Alexandra Kleijn.
Aber wie steht es mit diesem scheinbar unscheinbaren Satzzeichen in der französischen Sprache?

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Ganz schön französisch

Vor ein paar Tagen sprach mich ein zwölfjähriges Mädchen aus der Nachbarschaft an. Als Hausaufgabe hatte sich ihre Deutschlehrerin etwas Besonderes ausgedacht: Schreibt französische Wörter auf,  die im deutschen Sprachgebrauch verwendet werden. Die Kleine – pardon, die junge Dame war gar nicht begeistert, denn ihre Eltern haben ihr strikt untersagt, das Internet für die Hausaufgaben zu Rate zu ziehen. Mit Schreibblock und Kuli ausgestattet, saß Marie bei mir zu Hause, und ich erzählte ihr eine spontan erfundene Geschichte. Sie sollte alles aufschreiben, was ihr ein bisschen „französisch“ vorkommt. Die Geschichte ging (etwa) so…
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Clowngeschichten

Im Zirkus bekommen Kinder bei ihrem Anblick große Augen, wenn sie bunt geschminkt und gekleidet, mit übergroßen Hosen und Jacken ihre Faxen machen und über ihre eigenen Füße stolpern (kein Wunder bei den Schuhen!). Ganz sicher hat auch jedes Kind einmal davon geträumt, als Clown verkleidet zum Fastnachtsumzug zu gehen. Getoppt wurde dieser Wunsch nur noch vom unbändigen Bestreben, einen Cowboy oder Indianer darzustellen. „Clowngeschichten“ weiterlesen

Wörter im Gepäck

Stellen Sie sich vor, morgen ist Weltuntergang und Sie dürfen nur 5 Wörter (in Worten: fünf) mitnehmen. Wissen Sie auf Anhieb, für welche Sie sich entscheiden würden?

Wort, Wörter, Worte, Worthülsen und wortreich (oder gar Wortreich) – eine Welt ohne Wörter, ohne Sprache, ohne Kommunikation ist unvorstellbar. Und damit wird klar: Ohne geht nicht oder anders ausgedrückt: Selbst ohne Worte sprechen Gesichter oder Bilder eine eindeutige Sprache.  „Wörter im Gepäck“ weiterlesen

Der Kap der guten Hoffnung

Der Vetter meines Vaters hatte ein Hotel. Und ein Restaurant. Eigentlich ist es umgekehrt: Er hatte ein Restaurant namens L’espérance mit einem kleinen Hotel. Dort wo die Wiege der französischen Küche vermutet wird – so erzählt man es sich zumindest.

Direkt an der träge dahinfließenden Loire, die sich im Sommer redlich abmüht, um das bisschen Wasser, das sie führt, ans Ziel zu bringen. An Sehenswürdigkeiten hatte der kleine Ort nicht viel zu bieten. Und doch fanden nicht nur am Wochenende oder in der Sommerzeit zahlreiche Besucher den Weg dorthin. Selbst die verwöhnten „Parisiens“ schreckten nicht vor den rund 200 Kilometern eines Kurztripps dorthin zurück. Denn der Vetter meines Vaters war Maître Cuisinier de France und hatte sich – als ich noch ein Kind war – einen Michelin Stern erkocht.

Na und, werden Sie sagen, Lokale mit einem Stern gibt es in Frankreich und anderswo sehr viele. Stimmt! Aber das Restaurant des Vetters meines Vaters war etwas ganz Besonderes. „Der Kap der guten Hoffnung“ weiterlesen

Völlig schutzlos

Neulich habe ich einen Artikel gelesen, der über die gravierenden Übersetzungsfehler in der deutschen Fassung von Steve Jobs Biografie berichtete. Da hieß es, dass zum Beispiel das englische silicon (Silizium) mit „Silikon“ übersetzt wurde – ein allzu häufiger Fehler, über den Bastian Sick bereits im August 2005 in seiner herrlichen Kolumne schrieb – und aus einem unter dem Stuhl einer Schullehrerin von Steve Jobs angebrachten Silvesterknaller gar „Sprengstoff“ wurde.

Den Anstoß, einmal mehr über solche miserablen Übersetzungsleistungen zu kommunizieren, gab wohl der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) in Sachsen mit seiner Pressemeldung vom 9. Januar dieses Jahres. Der Pressesprecher des BDÜ-Regionalverbands Sachsen und Diplom-Übersetzer Alexander Heyne prangert darin zu Recht den vermutlich hohen Zeitdruck, der die „zügige“ Fertigstellung der deutschen Fassung des Werks forcierte, und die dadurch entstandene Verteilung auf sechs Übersetzer – ein Wahnsinn – an.

Was mir dazu spontan so einfällt: „Völlig schutzlos“ weiterlesen

Was schreibt man bloß…


beim Start eines neuen Blogs? „Hallo, hier bin ich…“? Quatsch!
Oder „Das ist ein neuer Blog“? Doppelquatsch: sieht ja jeder.
Und überhaupt: Heißt es der oder das Blog?
Unwichtig, meint Ihr? Für mich als grammatikliebende Sprachwissenschaftlerin ist das schon wichtig. Ich entscheide mich hier ein für allemal für das Neutrum.

Auf jeden Fall freue ich mich auf und über mein neues Blog und möchte zunächst ganz feierlich und ernsthaft demjenigen danken, der mir bei der Technik geholfen hat (www.kress.net).

Mein Ziel: Schreiben – über alles, was mir ein- und auffällt und wichtig genug erscheint (aber ein Tagebuch im Sinne des „Weblog“ wird das hier nicht). Und ich bin schon jetzt gespannt auf Eure Kommentare, Anregungen, Kritik und Erfahrungen und freue mich auf den Dialog. So gesehen könnte mein Blog zum „Diablog“© werden – das klingt ein wenig wie die teuflische Diashow… – oder zum „Diblog“© (da füge ich doch gleich ein Copyright-Zeichen ein, man weiß ja nie, ob das der neue Trendbegriff wird).

Kurz und gut, es geht los. Auf ganz bald und viele Grüße.