Was zahlen Agenturen – ein Versuch

Agenturen der WeltAngeregt durch immer wieder auflebenden Diskussionen in FB-Übersetzergruppen, in denen heftig darüber debattiert wird, ob Übersetzungsagenturen ihren Übersetzern „annehmbare“ (1) Preise zahlen, bin ich auf die Idee gekommen, einen Versuch zu starten. Hier mein Bericht.

„Agenturen zahlen heute keine 10 Cent pro Wort mehr.“
Ich krieg einfach keinen Auftrag für einen Preis ab 10 Cent das Wort.“
„Agenturen sind nur Vermittler, die den größten Batzen für sich behalten.“

Diese und ähnliche Aussagen fielen und fallen immer wieder in den Diskussionen über Agenturpreise. In der Regel wird moniert, dass die Agenturen zu wenig bezahlen, als magischer Grenzwert hat sich in den Kommentaren der Wortpreis von 10 ct. herauskristallisiert.

Hinweis für Nichtkenner der Branche:  Wohl wissend, dass der Übersetzungsmarkt heute ein globaler Markt ist, sprechen wir hier von Übersetzungsagenturen in Deutschland und von den Honoraren, die den freiberuflichen Übersetzern von diesen Agenturen bezahlt werden. Dass dieselben Agenturen ihren Kunden die Leistung mit einer Marge berechnen, ist auch klar – schließlich sind Übersetzungsagenturen Wirtschaftsunternehmen (wer nicht für Agenturen arbeiten möchte, muss eben Akquise betreiben und seine Kunden binden, um dauerhaft Umsätze erzielen zu können, die ein gutes Einkommen sicherstellen). Und wir sprechen von Eurocent, nicht von Dollar.

Ich selbst arbeite nicht mit Agenturen (N.B. Ich arbeite nicht „für“, sondern MIT einem Auftraggeber zusammen, strebe immer eine partnerschaftliche Verbindung an). Vor etwa 25 Jahren habe ich recht häufig technische,  juristische Texte sowie Marketingtexte für eine Agentur in Deutschland und Patente für eine Agentur in England übersetzt. Schon damals bekam ich je nach Text/Auftrag 0,80 DM bis 1,00 DM pro Normzeile (55 A.) von der deutschen Agentur bzw. 0,12 DM pro Wort von der englischen Agentur. Und ganz nebenbei bemerkt: Mit beiden Agenturen war die Zusammenarbeit sehr angenehm, die Zahlung erfolgte pünktlich.

Ich beschloss also, einen Selbstversuch zu starten und auf Akquise bei Übersetzungsagenturen in Deutschland zu gehen. Als Grundlage nahm ich die hier hinterlegte Liste der Top 300, Stand 2010 (weil eine jüngere Aufstellung nicht ausfindig zu machen war). Bei der Durchsicht dieser Liste wunderte ich mich übrigens sehr, dass auf den letzten Rängen Büros mit weniger als 50.000 Euro Bilanzsumme im Jahr aufgeführt sind. Das nur nebenbei.

Mit dem Overliner markierte ich 5 ganz große, bekannte und wahllos weitere 20 Agenturen. Letztere habe ich nacheinander angerufen. Die 5 großen Agenturen habe ich „separat behandelt“ – hierzu mehr in einem getrennten Artikel, der noch in Arbeit ist.

Meine Akquiseanrufe habe ich natürlich vorbereitet und mir folgende Punkte dazu aufgeschrieben:

  • „Entscheider“ verlangen, kein Gespräch mit einem PM akzeptieren.
  • Verbindliches Gespräch führen.
  • Mein Leistungsspektrum (Sprachkombis D>F und F>D + Fachgebiete) anbieten, dabei über 35 Jahre Erfahrung, Führungsfunktionen in der Industrie, Dozententätigkeit an der Uni GER sowie ca. 3000 Stunden Fortbildung usw. hervorheben
  • Erst ganz zuletzt die nicht vorhandenen CAT-Tools erwähnen.

Die Ergebnisse meiner „Aktion“ waren verblüffend. Zusammengefasst: Hätte ich vorher überhaupt keinen Kunden gehabt, wäre ich für die nächsten 4 Wochen ausgelastet gewesen, vermutlich mit sicheren Folgeaufträgen. Und zu durchaus guten (Agentur-)Preisen.

Im Detail:

1.) Es war gar nicht so schwierig, ein Gespräch mit einem echten Entscheider zu erreichen. Das geht nicht, indem man seinen Namen sagt und dann „ich bin Übersetzerin und wollte fragen, ob ich für Sie arbeiten darf/kann“.  Wichtig ist: Ich bin kein Bittsteller, der einen Auftrag erbettelt, um es einmal überspitzt zu formulieren. Ich bin ein Profi, der unter bestimmten von mir definierten Bedingungen bereit ist, MIT dem Auftraggeber zusammen zu arbeiten. Hat man das verinnerlicht, klingt die Stimme schon ganz anders. Aber Vorsicht: Das bedeutet nicht, dass man überheblich, fordernd oder gar frech sein darf. Es ist ein Geben und Nehmen, ein Kontakt auf Augenhöhe. Die Grundlage ist gegenseitiger Respekt.

2.) Fast immer habe ich von den Personen, die den Anruf entgegen nahmen, zu hören bekommen: „Schicken Sie uns eine Mail mit Ihren Unterlagen …“. Die Aufzählung der Unterlagen habe ich grundsätzlich unterbrochen, indem ich darauf hinwies, dass ich erst in Erfahrung bringen wolle, OB die Agentur überhaupt als Geschäftspartner für mich in Frage kommt. Das hat einige so verblüfft, dass ich gleich weiterverbunden wurde.

3.) Für die Statistik: Bei den 20 Anrufen haben nur 6 zu gar nichts geführt (außer: „Bitte Unterlagen und Bewerbung an … mailen“). Blieben also noch 14 Agenturen.

4.) Hatte ich erst einmal einen echten Entscheider oder gar den Inhaber an der Strippe, hat sich ausnahmslos ein längeres, interessantes und fruchtbares Gespräch entwickelt.

5.) Die regelmäßige Fortbildung und die Spezialisierungen, die ich durch Erwähnung von Spezialthemen und – sofern aus Vertraulichkeitsgründen möglich – Kunden präzisiert ausgeführt habe, wurde positiv gewertet. Auch die Tatsache, dass ich als Angestellte in der Industrie und vor allem im PR-Bereich tätig war, wurde positiv aufgefasst. (Meine Botschaft: Unterlagen einreichen genügt nicht, der Werdegang muss erläutert werden).

6.) Vier Mal wurde mir dann ein konkreter Auftrag angeboten – nach dem Motto: „Wir haben da gerade eine schwierige Thematik, für die wir noch einen Spezialisten suchen, der in der Lage ist, den Text nicht nur zu übersetzen, sondern ihn druckreif abzuliefern … wir würden Ihnen 14 Cent bzw. 15 Cent anbieten …“.

7.) Elf Agenturen zeigten sich ernsthaft an einer regelmäßigen Zusammenarbeit interessiert, wobei ich klar betont habe „nur ab 10 ct.“ – das schien kein Problem zu sein.

8.) Dass ich ohne CAT-Tools arbeite, war vier Agenturen (vgl. Pkt. 4) völlig egal, da sich die Texte, die sie mir geben wollten, überhaupt nicht dafür eigneten (O-Ton).

Aus den vielen interessanten, angeregten und auf Augenhöhe geführten Gesprächen halte ich Folgendes zusammen gefasst fest (2):

  • Agenturen wollen Spezialisten, Superspezialisten, Hyperspezialisten. Die wollen sie auch gerne sehr gut bezahlen. „Sehr gut“ heißt für das Gros der Agenturen „ab 10-12 ct./Wort“ bis „das können auch schon mal, je nach Fachgebiet und abgelieferter Qualität, 15 Cent sein“. Und vor allem wollen sie diese Übersetzer „halten“, denn sie seien rar.
  • Es gab mehrfach Aussagen, die folgenden Tenor hatten: „Etwa 5-10 % der Übersetzer am Markt sind echte Spitzenfachleute, die restlichen 95-90 % übertragen lediglich Texte in eine andere Sprache. Aber Letztere sind so von sich überzeugt, dass sie sich zu den 10%-Leuten zählen“. Ein Gesprächspartner meinte als Vergleich: „Es gibt haufenweise Friseure in Deutschland, aber nur ganz wenige Starfriseure. Bei den einen kriegen Sie einen Haarschnitt für 11 Euro, bei den anderen für 30 Euro, bei den Starfriseuren müssen Sie halt 100 Euro hinlegen – und der für 100 ist nun mal der Beste, und seine Kunden zahlen die 100, ohne zu murren“.
  • Weitere Aussage: „Alle Übersetzer sind der Meinung, sie liefern Qualität ab. Das ist aber höchstens bei 50 % der Leute der Fall. Die allermeisten sind der Meinung, 1-2 Tippfehler pro Seite seien in Ordnung – und das sei eben Qualitätsarbeit. Das ist es natürlich nicht, auch wenn wir oft nichts sagen und das von unserem Proofer korrigieren lassen. Dagegen gibt es nur wenige Übersetzer, bei denen auf 100 Seiten nicht nur kein einziger Tippfehler zu finden sind. Die Zieltexte sind so hervorragend formuliert, dass nichts, aber auch gar nichts besser gemacht werden könnte. Dafür zahlen wir gerne mehr, weil wir natürlich auch mehr von unserem Kunden dafür verlangen können. Nur wollen das die meisten unserer Übersetzer gar nicht verstehen.“
  • „Natürlich brauchen wir angesichts des großen mengenmäßigen Bedarfs die vielen ‚Normalübersetzer‘, die sind ja in Ordnung, die sind halt das Geld wert, was wir ihnen zahlen – aber … sie geben sich ja auch damit zufrieden.“
  • Je besser man sich auf einen Übersetzer fachlich verlassen könne, um so besser. Das erspare einem Proofreader eine zeitraubende und damit kostspielige Korrektur. „Dann zahlen wir auch gerne etwas mehr“.
  • Übersetzer, die sich gleich nach dem Studium selbstständig machen, fallen in der Regel unter die 8 ct., nicht nur, weil sie (noch) keine fundierten Fachkenntnisse haben, sondern und vor allem, weil sie „keine Ahnung von firmeninternen Abläufen haben“.
  • Es gibt „Übersetzer, die ganz ordentliche Arbeit abliefern, mit denen wir aber nicht mehr arbeiten wollen, weil sie schwierig sind, launig, empfindlich, wenn man sie auf einen Fehler hinweist … Sie reagieren mit Mails, in denen sie ihre Empörung kundtun, vermeintliche Nachweise dafür, dass sie recht haben, liefern… das nervt. Dann streichen wir sie lieber aus der Kartei oder beauftragen sie nur, wenn wirklich Not am Mann ist – aber dann zu niedrigeren Preisen.“
  • Übersetzer sind in den social media sehr präsent und nutzen die Gruppen häufig, um „sich über alles Mögliche zu beschweren, über Agenturen – wenn auch diese nicht genannt werden – herzuziehen und um ihren Frust abzulassen“. Selbstverständlich haben auch Übersetzungsagenturen direkt oder indirekt Zugang zu den geschlossenen Gruppen, meistens über den Account eines Mitarbeiters. „Wir sehen innerhalb von wenigen Tagen, wer erfolgreich ist, wer ständig am Jammern ist, wer zuverlässig ist, wer positiv denkt, wer montags schon an das nächste Wochenende denkt, den Freitag als Erlösung empfindet, wer welche Einstellung zum Beruf hat  …“. In der Tat sollte meiner Meinung nach niemand davon ausgehen, dass eine Gruppe mit über 1000 Mitgliedern, selbst wenn sie als „geschlossen“ angelegt ist, ein geheimer Ort ist, zu dem Kunden keinen Zugang haben. Hierzu auch ein Zitat aus dem Video „How to be an outstanding translator“:  „Be you, you are a person, you are your own brand“, sagt meine geschätzte Kollegin Melanie Martin (Tailor Made Translations) und empfiehlt im Zusammenhang mit der Nutzung sozialer Medien: „Instead of complaining, why don’t you post ‚had a great day today working for one of my favourite clients’…“. Das kann ich persönlich nur unterstreichen, auch wenn mir kürzlich von einer Kollegin empfohlen wurde „Poste doch mal etwas Negatives …“. Warum denn?!

(1) Der Begriff „annehmbar“ ist natürlich subjektiv. Aus den o.g. FB-Diskussionen habe ich entnommen, dass 10 ct./Wort eine Art magisch-emotionale Grenze für viele KollegInnen darstellt. Diesen Wortpreis habe ich hier zugrunde gelegt.

(2) Bei diesen Aussagen handelt es sich um Zusammenfassungen. Sie sind auch deshalb anonym, weil die Agenturen, mit denen ich telefoniert habe, sehr offen mit mir gesprochen haben. Dafür habe ich Verständnis. Und ich halte mich an die Abmachung. Wie immer: ein Geben und Nehmen.

In einem weiteren Blogpost in den nächsten Tagen werde ich über Gespräche mit Entscheidern in ganz großen Agenturen berichten. Bleibt dran / bleiben Sie dran!

28 Gedanken zu „Was zahlen Agenturen – ein Versuch“

  1. Danke für die Interessante Infos!
    Nur eine Bemerkung: „Qualität“ ist nicht das richtige Konzept, um Werke des Geistes zu qualifizieren. Man kann auch sehr wohl die beste Übersetzungen verbessern, denn nicht einmal die Meister der Weltliteratur verfassten unverbesserliche Sätze… Die Perfektion ist halt nicht menschlich!

    1. Hallo Miguel, das ist ein interessanter Gedanke, in der Tat. Es soll sogar Übersetzungen geben, die besser als das Originalwerk. 🙂 Insofern gilt den Literaturübersetzern ein großes Bravo.
      Qualität ist im Bereich Technik- oder Rechtsübersetzer sicher anders zu verstehen. Da geht es nicht um den Nobel-Preis.

  2. Vielen Dank für diese informativen Rechercheergebnisse!
    Ich selbst leite ein Übersetzungsbüro, das sowohl mit internen als auch mit freiberuflichen Übersetzern arbeitet (ja, genau MIT!). Ich kann alle hier zusammengefassten Aussagen unterstreichen. Natürlich müssen wir auf unsere Marge achten, schließlich wollen davon die Gehälter unserer Übersetzer, Korrekturleser, Projektmanager bezahlt werden. Auch Marketing, Akquise, Kundenbindung, Fortbildung, Infrastruktur usw. kosten eine Stange Geld. ABER: Die Erfahrung zeigt, dass gute Übersetzer, die sich ihre Arbeit etwas teurer bezahlen lassen, als ihre weniger guten Kollegen, ihr Geld wert sind. Kein Ärger mit aufwändiger Nachbearbeitung, Verlässlichkeit in Punkto Qualität und Pünktlichkeit, stressfreier Umgang, all das ist einen guten Preis wert. Denn ohne unsere guten freiberuflichen Kollegen könnten wir getrost einpacken.

    1. Vielen Dank, Anja Peschel, für diesen Kommentar. Ganz besonders freut mich, dass Sie offensichtlich auch der Ansicht sind, dass hochwertige Leistungen ihren Preis haben.

  3. Eine weitere Möglichkeit, mehr als 10 Cent pro Wort der Ausgangssprache zu verdienen besteht in der Teilnahme an EU-Ausschreibungen. Anders als in vielen Foren bejammert, können Übersetzer direkt daran teilnehmen – ohne Umweg über eine Agentur. Mehr Details sind in einem Vortrag zu finden, den ich auf ProZ gehalten habe.

  4. Klasse, ein ganz toller und hilfreicher Artikel! Ich finde, dieses ‚hush hush‘, was Preise angeht, ist nicht gerade förderlich für unsere Branche. Gerade hier in den USA dürfen wir ja kaum über unser Honorar sprechen. Für neue Übersetzer ist es dadurch furchtbar schwierig, zu wissen, was sie verlangen können. Super, dass du dir die Arbeit gemacht hast, mal nachzuforschen, wie es bei den Agenturen aussieht.

    1. Danke, Marion. Ja, das ist ein schwieriges Thema. In deutschen Kollegenkreisen ist es teilweise auch ein heikles. Da ich schon sehr lange im Geschäft bin, ist es mir wichtig, auch jüngeren KollegInnen ein wenig auf diesem nicht einfachen Weg in unserer Branche zu helfen. Es ist natürlich nur ein kleiner Beitrag.

    1. Danke Jane. Ja, bin noch ein wenig am Formulieren des zweiten Berichts. Und ich warte noch auf eine Rückmeldung. 🙂

  5. Hallochen! Vielen Dank für den Beitrag. Als Neuankömmling in der Welt des Übersetzens kann ich den hoffnungvollen Gegenbeweis besonders schätzen, den du hier lieferst! Es tut manchmal gar nicht gut, zuviel bei FB und co. zu schnuppern, weil dort oft eine solche negative Stimmung herrscht…

    1. Hallo Ellen, freut mich, wenn der Beitrag aufbaut. Ja, es ist wohl so, dass Menschen hierzulande gerne eher negativ berichten. Dabei ist es doch so schön, über Positives zu berichten.

  6. Moin, Giselle,

    in der Tat ein toller Bericht. Dennoch drängt sich mir als Erstes die Frage auf: 10 Cent pro Wort in welcher Sprache? Für Englisch dürfte das in der Tat der „übliche Agenturentarif“ sein. Im Deutschen gezählt würde ich nur müde lächeln. Im Finnischen gezählt würde der Übersetzer sich im Bett noch mal umdrehen. Im Französischen gezählt sind 10 Cent pro Wort vermutlich gar nicht so schlecht.
    Und dann die Textsorte! Bei manchen Texten für 10 Cent pro Wort (im Englischen gezählt) schaffe ich als „Normalübersetzer“ 500 Wörter pro Stunde und freu mich. Bei anderen bekomme ich als „Spezialist“ 20 Cent pro Wort, brauche für die 500 Wörter drei Stunden und ärgere mir ein Loch in den Bauch – gerade bei Marketing dürfte das der Fall sein, Kreativität dauert immer länger. Da nehme ich doch lieber den Text für 10 Cent.
    Die olle Berechnung nach festen Wortpreisen wird sich wohl nicht ändern lassen, aber vergleichbar ist dieser Wert nicht. Einzig, was am Ende pro Stunde rauskommt, zählt. Und das kann bei 10 Cent pro Wort deutlich mehr sein als bei 15 Cent.

    Just my 2 Cents 🙂 (pun intended)

    Gruß
    Miriam

    1. Hallo Miriam, danke für das Lob.
      Zur Sprache: Das steht oben im Abschnitt zur Vorbereitung der Akquiseanrufe, also D>F und F>D.
      Zu den Fachgebieten bzw. Textsorten: Folge dem Link zu meinen Fachgebieten, ebenfalls im Abschnitt zur Vorbereitung der Akquiseanrufe.
      Das ist also klar und deutlich abgegrenzt.
      Dein Ansatz ist, „was am Ende pro Stunde rauskommt“. Der Ansatz des Beitrags ist, wie der Titel eindeutig sagt: Was zahlen Agenturen. Der Hintergrund des Artikels ist auch ausführlich erläutert. Es ging ja nicht darum, Vergleiche zu ziehen, sondern darzulegen, dass das ewige Gejammere „in Deutschland zahlen Agenturen so schlecht“ oder „ich kriege keinen Auftrag mehr für mind. 10 ct./Wort“ schlichtweg nicht stimmt, wenn man eben ein echter Profi ist, der die entsprechenden Kriterien erfüllt. Wer zu den erwähnten 10% zählt, schafft ohnehin mithilfe von DNS ein überdurchschnittliches Pensum, da sind 500 W/Std. gar nichts, wenn die Materie bekannt ist, … und bekommt dafür wesentlich mehr als 10 ct. Genau das wollte ich damit aufzeigen. Und das so interessante Aussagen dabei herauskamen, ist noch das i-Tüpfelchen, aus dem jeder seine eigenen Schlüsse ziehen möge.

      1. Bleibt die Frage: 10 Cent pro Wort im deutschen Text oder 10 Cent im französischen Text gezählt? 10 Cent pro Wort im Deutschen gezählt zahlt ja wohl hoffentlich jede Agentur – das dürften, je nach Textsorte, gerade mal 50 Cent pro Zeile sein. Französisch mache ich nicht, aber so viele Wörter, wie die Franzosen brauchen, dürfte man bei 10 Cent pro Wort ganz schön gut liegen.

    1. Danke Else. Ja, einerseits nicht überraschend, was da steht, und doch wollen es viele nicht wahrhaben. Liebe Grüße.

  7. Schade, dass ich nur zwei Daumen zum Heben und keinen Hut zum Lüften habe. So isses. Es gibt die einen, die arbeiten, und die anderen, die sich beschweren, über was auch immer. Mein alter Spruch: Einen hervorragenden, unterbezahlten Übersetzer gibt es nicht. Entweder ist man gut, dann bekommt man auch genug Aufträge, oder eben nicht.

    1. Genau so ist es. Ich kenne auch keinen guten Übersetzer, der unterbezahlt und/oder der zu wenig Arbeit hat.
      Danke für das nette Lob … und die Bestätigung.

  8. Boaah! Was für eine tolle Arbeit! Und so wertvolle Ergebnisse. Vielen Dank fürs Posten, das sollte für alle KollegInnen zur Pflichtlektüre gehören.

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