Übersetzer oder Dolmetscher – der kleine große Unterschied

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© Caroline Elias – danke

Eigentlich weiß das doch jeder, dachte ich, als mir von André Lindemann, Präsident des größten deutschen Verbandes für Dolmetscher und Übersetzer BDÜ, vorgeschlagen wurde, die „Welt über den Unterschied zwischen Übersetzen und Dolmetschen so aufzuklären, dass es keiner mehr verwechselt“. In Ordnung. Packen wir’s an!

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Zielführendes Telefonieren

Tipp TelefonierenAus unserem Leben ist es nicht mehr wegzudenken: das Telefon. Und das Handy erst recht nicht! Nicht zuletzt im Beruf ist es wichtig, darauf zu achten, wie wir am Telefon wirken. Wer nur wenige Punkte berücksichtigt, kann einiges an seinem “Telefonverhalten” verbessern.

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Mit Rosenkohl auf Distanz

P1120693Kann ein freier Autor oder Journalist über Rosenkohl schreiben, obwohl er ihn nicht mag? Klar, kann er. Wer als Vertreter der schreibenden Zunft nicht die nötige Distanz zum Thema wahrt, dem mangelt es an Professionalität.

 

Ich liebe es, Artikel über Food & Beverage, wie es Neudeutsch heißt, also über Essen und Trinken zu schreiben. Daher bin ich sehr gerne für die am 7. November 2012 gestartete Website MICHELIN Restaurants tätig. Als ich kürzlich einen Kurzbeitrag über Rosenkohl schrieb, wurde ich von einem Übersetzerkollegen etwas provokativ gefragt, ob ich denn über ein Gemüse, das ich selbst nicht essen mag, objektiv schreiben könne. Selbstverständlich!

Ich schreibe Auftragsartikel für diverse Magazine im Printbereich (z.B. working&office), für Websites (z.B. Monster Karrierejournal Deutschland und Schweiz) und für Corporate Blogs größerer Unternehmen (hier trete ich als Autorin nach außen hin gar nicht in Erscheinung) – über alle möglichen Themen, nicht nur übers Essen und Trinken. Am Anfang steht das Briefing des Auftraggebers. Was will er? Soll ich meine persönliche Einschätzung eines Sachverhalts zum Besten geben oder ein Thema sachlich vorstellen? Eine Story erzählen, die den Leser zu Tränen rührt, oder wissenschaftliche Zusammenhänge für den Laien verständlich wiedergeben? Ist einmal geklärt, worum es gehen, welches Ziel mit dem Beitrag erreicht, aus welchem Blickwinkel und für welche Lesergruppe geschrieben werden soll – abgesehen von rein formalen Details wie Rubrik, Umfang usw. – kann es mit der Recherche losgehen.

Je nach Thema kann es durchaus sein, dass ich bei Recherchen auf Quellen stoße, die mich emotional in irgendeiner Form ansprechen. Aber selbstverständlich esse ich nicht jedes Gemüse, das ich zur Information des Lesers vorstelle, und backe nicht jedes Rezept nach, die mir Sterneköche für die Leser verraten. Das muss auch nicht sein. Ein Journalist, der über eine neue OP-Methode schreibt, lässt sich doch auch nicht probeweise operieren, um realistischer darüber schreiben zu können – oder? Selbstverständlich beziehe ich nicht Position, wenn ich für Corporate Blogs über Streik, Gehälter, Unternehmensstrategien oder neue Gesundheitsprogramme schreibe. Selbstverständlich jubele ich dem politisch aktiven Redner, für den ich als Ghostwriter tätig bin, nicht meine Meinung unter. Wo käme ich da hin? Wenn mir sagt, man solle nur über das schreiben, wovon man persönlich überzeugt ist, dem antworte ich: Grundsätzlich richtig, aber gilt das auch für einen Infobeitrag über Rosenkohl? Lächerlich!

Mein Verständnis von „gutem Journalismus“ geht einher mit der Notwendigkeit der journalistischen Distanz zum Thema. Dieser Anspruch steht durchaus im Einklang mit der unverzichtbaren Pressefreiheit, die im Artikel 5 des deutschen Grundgesetzes verankert ist. Auch mit der inneren Pressefreiheit, die ich für mich persönlich in Anspruch nehme. Aber – um es überspitzt darzustellen: Wer nicht in der Lage ist, über den von ihm ungeliebten Rosenkohl sachlich zu schreiben, der kann auch nicht über andere Themen mit größerer Tragweite wertfrei berichten. Das – und natürlich sehr viel mehr – habe ich von dem von mir hoch geschätzten Journalisten Wolf Schneider gelernt.

Selbst hier auf Rüsterweg wahre ich die nötige Distanz – anders zwar, aber dennoch. Denn: Wenn man über Missstände schreibt, begibt man sich immer auf ein schwieriges Terrain. Deshalb versuche ich immer, die Missstände, die ich beispielsweise im Bereich Übersetzen und Autorentätigkeit sehe und deren Abschaffung (oder zumindest Abschwächung) mir am Herzen liegen, als Verbesserungspotenziale zu beschreiben. Nur so kann es Fortschritte geben. Missstände, soweit ich sie hier anspreche, entstehen ja meistens, weil man es nicht besser weiß. Da ist Aufklärung wichtig. Es bringt nichts, in die Defensive zu gehen oder gar Verbitterung an den Tag zu legen. Polemisch geführte Diskussionen führen zu nichts, außer dass sich der polemisch diskutierende damit selbst abqualifiziert. Wer etwas verändern will, muss positiv ans Werk gehen und sachlich bleiben. Nach dem Motto: love it, leave it or change it.

Gute Übersetzung = Wertschätzung des Endkunden

QualitaetUnternehmen geben Unsummen für die Entwicklung ihrer Produkte aus. Für die Vermarktung auf dem heimischen Markt und im Ausland werden ebenfalls hohe Beträge eingeplant und eingesetzt. Nur bei Übersetzungen entscheiden sich viele dieser Firmen für die Billigvariante. Ist das mangelnde Wertschätzung des Verbrauchers oder nur Unwissen?

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Wasch mir den Pelz

P1130553… aber mach mich nicht nass – so lautet die Devise unzähliger Menschen, die sich zwar die Vorteile einer Sache sichern möchten, den „Preis“ dafür jedoch nicht zahlen wollen. Es menschelt sehr in unseren Breitengraden und nicht zuletzt im Kollegenbereich, wo Ansprüche und Bereitschaft, einiges dafür zu tun, auseinander klaffen.

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Tipps für Übersetzer: Berufsverbände

TippsUeb8Lohnt sich eine Mitgliedschaft in einem Berufsverband?

So lautet die Frage, die nicht nur Berufseinsteiger stellen. Jenseits dessen, was jeder unter dem Begriff „sich lohnen” versteht, ist es durchaus sinnvoll, sich einer Gemeinschaft anzuschließen, denn: Gemeinsam kann mehr erreicht werden, als es ein Einzelner in der Regel vermag.

 

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